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  Geschichte der Ortopädieschuhtechnik


Fußbekleidungen gibt es schon solange es Menschen gibt. Früher hatten sie allerdings eine reine Schutzfunktion. Im Altertum wurde die Fußbekleidung der Mode unterworfen und es entwickelten sich die 3 Hauptformen der Schuhe (Sandalen oder Pantoffeln, Schuhe, Stiefel). Der Schuh entwickelte sich mit der übrigen Bekleidung zum Standessymbol. Fehlgebildete Füße hingegen gab es schon immer, nur wurden diese Menschen als von den Göttern gestraft angesehen und hatten so nur sehr selten Unterstützung zu erwarten. Auch bewirkte manche Mode eine Verformung der Füße zu ihrem Nachteil ohne, dass dieses gleich bemerkt wurde. Die ersten Schuhmacherzünfte gab im 12. Jahrhundert in Trier, Würzburg und Magdeburg. Durch den 30jährigen Krieg und die gewachsene Kunst der Ärzte gab es viele Kriegskrüppel, die für damalige Kenntnisse fachgerecht versorgt wurden. Grundlagen für die Orthopädie wurden in der griechischen und römischen Kultur gelegt aber erst im 16 und 17 Jahrhundert in Europa wiederentdeckt.
Ende des 16. Jahrhunderts wurde der Absatz wieder entdeckt , der weitere Haltungsschäden mit sich brachte, wobei sich in der berufstätigen Bevölkerung nur ein kleiner Absatz durchsetzte.
1784 wurde von Professor Petrus Camper ein Buch auf den Markt gebracht, welches die Unzweckmäßigkeit einiger Schuhe erläuterte und ihre Folgen und forderte von einem symmetrischen Leisten Abstand zu nehmen und für jeden Fuß einen Leisten anzufertigen.

Im 19 Jahrhundert entwickelten sich fast alle Schuharten, die heute bekannt sind. Schuhe wurden nun auch industriell hergestellt und die Nähmaschine führte im Schaftbau zu Erleichterungen. Dadurch spezialisierten sich die Schuhmacher entweder
zu Schuhmachern für feines Maßschuhwerk oder zu sogenannten "Krüppelschustern". Aus diesen entstanden dann durch Schuhmacherfachschulen ,die Grundsätze zur Versorgung deformierter Füße herausfanden und wissenschaftlich untermauerten, Orthopädieschuhmacher. Heute muss man 3 ½ Jahre lernen um Orthopädieschuhmacher zu werden und später kann man dann eine Meisterprüfung als Orthopädieschuhmachermeister ablegen.

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