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| Die Firma Orthopädieschuhtechnik Prohaska wurde 1894 mit Sitz in der Wittenburger Straße von Ludwig Prohaska eröffnet.Er hat das Schuhmacherhandwerk gelernt und sich nach den damals üblichen Wanderjahren selbstständig gemacht. |
| Seinen Schuhmachermeister legte er 1895 ab. Ludwig Prohaska hat sich auf die Versorgung von Füßen spezialisiert, die nicht mit industriell hergestellten Schuhen versorgt werden konnten und können. 1917 trat er dann dem Bund der orthopädischen Schuhmacher in Leipzig bei. Um die Orthopädieschuhtechnik auch in Mecklenburg weiterzubringen gründete er 1925 die Fachgruppe der orthopädischen Schuhmacher im Mecklenburg und wurde deren Vorsitzender. Zu dieser Zeit war auch schon sein Sohn |
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| Leo Prohaska in die Fußstapfen des Vaters gestiegen. 1915 legte er die Gesellenprüfung ab. 1920 bestand er die Meisterprüfung mit der Zusatzprüfung für das Orthopädieschuhmacher- handwerk. Durch seinen Vater animiert wurde er Schriftführer der Fachgruppe in Mecklenburg. |
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Dem Betrieb ging es in den 20iger Jahren teilweise nicht so gut, es wurde nicht einmal mehr ein Auftragsbuch geführt. 1930 wurde Leo Prohaska Teilhaber im elterlichen Betrieb. 1934 siedelte die Firma in die Mecklenburgstr.11 (gegenüber der Post) um. Zwischenzeitlich waren Firmensitze in der Schlossstrasse und in der Röntgenstraße. Den neuen Firmensitz hat die Firma bis 1994 gehalten. Leo Prohaska hat viele Ehrenamtliche Tätigkeiten in seinem Fachgebiet ausgeführt. Unter anderem war er in der Meisterprüfungskommission und hat 1947 |
| die Einkaufs- und Liefergenossenschaft Schwerin mitgegründet und auch deren Leitung mitübernommen. Später hat er für diese Verdienste die Ehrennadel des Handwerks in Gold erhalten und wurde 1967 Ehrenmeister des Handwerks anlässlich seines 70 Geburtstags und Ehrenmitglied der Gesellschaft für Orthopädie in der DDR , welche er 1965 mitgegründet hat als Arbeitsgemeinschaft Orthopädieschuhtechnik und deren erster Vorsitzender er war. |
| Die Firma stabilisierte sich und konnte sich auch im 2. Weltkrieg einigermaßen behaupten. Zum 60jährigen Bestehen der Firma 1954 beschäftigte die Firma 16 Mitarbeiter in Zuschneideraum, Stepperei, Werkstatt sowie im Schuhhandel. Um diese Zeit wurden etwa 75 Paar Schuhe im Monat gefertigt. Der Schuhhandel musste zu DDR Zeiten leider aufgegeben werden, da es einem Handwerksbetrieb nicht gestattet war zu handeln, wenn der Handelsumsatz mehr |
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| als 20% des Werkstattumsatzes betrug. Der heutige Inhaber der Firma Wolfgang Prohaska Sohn von Leo Prohaska lernte von 1957 - 1960 Schuhmacher (den Beruf Orthopädieschuhmacher als Lehrberuf gab es noch nicht). |
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1963 und 1966 legte er die Meisterprüfungen für das Schuhmacherhandwerk und Orthopädieschuhmacherhandwerk ab. Er übernahm den Betrieb schon recht früh als sein Vater 1968 verstorben ist. Auch Wolfgang Prohaska hat ehrenamtlich Tätigkeiten übernommen. So ist er in der Facharbeiterprüfungskommission und von 1990- 1998 im Gesellenprüfungs-Ausschussvorsitz gewesen, heute ist er Lehrlingswart. |
| Nachdem Deutschland wieder vereinigt wurde hat Wolfgang Prohaska den Schuhhandel wieder aufleben lassen. Das Gebäude in dem der Betrieb bis 1994 war wäre dafür nicht mehr geeignet gewesen, zudem es nicht Eigentum des Betriebes war. Dadurch wurde es notwendig sich einen neuen Standort zu suchen. Dieses ist der heutige Hauptsitz der Firma in Groß Rogahn (8 Kilometer westlich entfernt von Schwerin), wo die Schuhe gefertigt werden. Heute etwa 20 - 25 Paar im Monat. In der Stadt Schwerin gibt es seit Januar 1994 in der Goethestraße 8-10 eine Zweigstelle, wo Bequemschuhwerk gehandelt wird und welche gleichzeitig Annahmestelle für Schuhreparaturen und Rezepte für Orthopädische Schuhe und Zurichtungen ist => siehe Leistungsangebot. Im Betrieb gelernt haben 2 Kinder von Wolfgang Prohaska, die beide geheiratet haben und weggezogen sind. Heute beschäftigt die Firma neben Wolfgang Prohaska und seiner Frau einen Schuhmacher, einen Rehabilitanden und zwei Verkäuferinnen. |
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